weitere-gefaesserkrankungen.jpg

Weitere Gefässerkrankungen

Diabetische Füsse

Diagnose und Behandlung
Treten bei zuckerkranken Patienten Schwellungen, Rötungen oder Wunden im Bereich der Füsse auf, ist dringender Handlungsbedarf geboten. Diabetiker haben häufig eine schlechte Durchblutung der Unterschenkel und der Füsse. Neben der Beurteilung durch den Fussorthopäden gehört daher eine rasche Abklärung der Durchblutung mittels Ausmessung und Ultraschall der Gefässe durch den Angiologen dazu. Eine gute Durchblutung der Füsse ist die Voraussetzung für das Abheilen von Infektionen und Wunden. Daher wird bei nicht ausreichender Durchblutung zusätzlich zur chirurgischen Behandlung und Antibiotikatherapie eine Aufdehnung von verengten Gefässen im Bein mit einem Ballon (evtl. mit einem Stent) durchgeführt. In seltenen Fällen ist auch eine chirurgische Bypass-Operation notwendig.

Bluthochdruck

Diagnose und Behandlung
Ein hoher Blutdruck, der bereits mit mehreren Medikamenten behandelt wird oder eine schlechte Nierenfunktion können ihre Ursache in einer Einengung der Nierenschlagader haben. Die Abklärung erfolgt mittels Ultraschalluntersuchung der Nierengefässe.

Eine Behandlung erfolgt durch Anpassung der medikamentösen Therapie, je nach individueller Situation auch mittels kathetertechnischer Aufdehnung und Stentimplantation.

Durchblutungsstörungen des Darmes

Diagnose und Behandlung
Entstehen im Bereich der Adern des Darmes Engstellen oder Verstopfungen, können diese zum einen zu plötzlich neu auftretenden Bauchschmerzen führen. Zum anderen können auch immer wiederkehrende Bauchschmerzen ca. 15 Minuten nach der Nahrungsaufnahme auftreten. Diese Beschwerden treten in der Regel in zeitlichem Zusammenhang zum Essen auf. Mit der Ultraschalluntersuchung können diese Gefässe gut untersucht werden.

Die Behandlung erfolgt durch Anpassung der Medikamente, evtl. auch durch eine kathetertechnische Aufdehnung und Implantation eines Stents. Nur selten muss eine Bypass-Operation durchgeführt werden.

Lymphödem

Diagnose und Behandlung
Chronische Schwellungszustände der Arme und Beine können auch Folge eines Lymphödems sein, bei dem das Gewebewasser nicht ausreichend abtransportiert wird. Hier können verschiedenste Ursachen vorliegen, so zum Beispiel zurückliegende Operationen in der Achselhöhle oder im Bereich der Leiste. Des Weiteren können eine schwere Venenschwäche oder Tumore in den Lymphknoten ein solches Lymphödem entstehen lassen. In einigen Fällen lässt sich auch keine fassbare Ursache finden.

Bei einem vermuteten Lymphödem ist eine genaue klinische Untersuchung durch einen Angiologen, ergänzt durch eine Ultraschalluntersuchung der Gefässe, empfehlenswert.

Die Behandlungsmöglichkeiten sind sehr unterschiedlich und müssen daher für jeden Patienten individuell festgelegt werden.